Maut und Grundschulen

Wieder einmal sorgt die Pkw-Maut für Schlagzeilen. Innen-, wie auch außenpolitisch. Vor wenigen Tagen beschloss der Bundestag die Änderungen an dem umstrittenen Projekt, die mit der EU-Kommission ausgehandelt worden waren. Die SPD hat Bauchschmerzen, die Opposition tobt. Und auch in den Nachbarländern ist keine wirkliche Begeisterung spürbar. Im Gegenteil. Der österreichische Vizekanzler Reinhold Mitterlehner hat erneut mit einer Klage gedroht – als letztes Mittel. Vorher möchte er sich allerdings bemühen, das Thema politisch zu lösen. Die Teilnehmer an unserer ersten Online-Umfrage der vergangenen Woche haben ein durchaus differenziertes Meinungsbild abgegeben: 45 Prozent halten die Pkw-Maut für eine gute Sache. Schließlich müsse ja in anderen Ländern auch gezahlt werden. 50 Prozent sind der Meinung, dass außer Bürokratie wenig von der Abgabe übrig bleiben wird. Die anderen fünf Prozent fahren nach eigenen Angaben mit Bus und Bahn – und kümmern sich nicht um die Pkw-Maut.

Ein weiteres Aufregerthema: Grundschullehrer beklagen Überlastung. Nach Beschwerdebriefen aus mehreren Städten an das Kultusministerium erreichte die Debatte den Landtag. Die Teilnehmer an unserer Online-Umfrage haben dazu eine eindeutige Meinung: 73 Prozent finden es gut, dass das Thema diskutiert wird, da die Belastung für die Lehrkräfte immer größer werde. 18 Prozent glauben an einen Sturm im Wasserglas, der sich wieder legen werde. Neun Prozent glauben, dass eine Diskussion abseits der Öffentlichkeit förderlicher gewesen wäre.

Reingeklickt

Die Geschäftspläne von Achmadschah Zazai, früherer Spieler der Gießen 46ers, und Ex-Eintracht-Kicker Änis Ben Hatira in Gießen interessierten die Besucher unserer Homepages in der vergangenen Woche am meisten. Es folgen: die gesperrte A5-Auffahrt an der Anschlussstelle Butzbach, die Altlasten, die die US-Armee in Gießen hinterlässt, die möglichen Auswirkungen des Jobtickets auf den Busverkehr in der Universtätsstadt und das Feuer in der FKK-World in Garbenteich.

Facebook, Twitter und Co.

Der syrische Flüchtling Anas Modamani hatte im September 2015 ein Selfie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gemacht, was wiederum auf einem Foto festgehalten ist. Dieses Bild wurde anschließend für Fotomontagen genutzt, in denen er mit Anschlägen und Verbrechen in Verbindung gebracht wurde. Diese Montagen wurden ebenfalls per Facebook verbreitet. Modamani klagte. Er verlangte, dass die Verleumdungen gelöscht werden und neue Hasskommentare, die darauf basieren, von vornherein blockiert werden. Damit scheiterte er vor dem Landgericht Würzburg. Nun will er seinen Kampf aufgeben und nicht in Berufung gehen. Er wolle sich nun auf seine Deutschprüfungen konzentrieren. Zudem fehle ihm das Geld, um weiterzumachen. Immerhin, die Kosten, die Facebook entstanden sind, muss er nicht tragen. Das bestätigte das Netzwerk.

Kim Kardashian wurde in Paris überfallen. Ist zwar schon länger her, aber jetzt vermutet der Reality-TV-Star, sie habe die Diebe selbst auf den richtigen Zeitpunkt für das Verbrechen gebracht: Sie postete nämlich ihren Fans auf Snapchat, dass sie im Hotel und alleine sei. Auch hier gilt: Weniger ist manchmal mehr.

Gebloggt

Die 19-jährige Luisa Wilhelm hat ein ganz großes Hobby – das Lesen von Büchern. Seit fünf Jahren schreibt sie auf ihrem eigenen Blog »Lichtstaubmelodie« ihre Gedanken und Gefühle zu den Büchern auf. Die Wertungen werden vergeben in Wassertropfen. Bevorzugtes Genre: Fantasy. (gäd)

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