17. Mai 2022, 08:45 Uhr

Spannungsgeladen

Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Oberhessen unterliegen Bruchköbel in der Aufstiegsrunde denkbar knapp 17:18.
17. Mai 2022, 08:45 Uhr
JV
Johanna Mickel verwandelt einen Siebenmeter für ihre HSG Oberhessen. FOTO: RLE

Die Handballerinnen der HSG Oberhessen haben im Spitzenspiel der Aufstiegsrunde der Bezirksoberliga Hanau/Offenbach gegen die SG Bruchköbel mit 17:18 (7:8) verloren.

Bezirksoberliga OF/HU Frauen Aufstiegsrunde: HSG Oberhessen - SG Bruchköbel 17:18 (7:8). Beste HSG-Schützin war Lea Heß mit fünf Treffern; vor allem stach aber auch Torhüterin Cynthias Scheidt mit sechs parierten Siebenmetern heraus. »Cynthia hat gefühlt das Spiel ihres Lebens gemacht. Eine Wahnsinnsleistung«, so Thomas Jungmeister. Die knappe Niederlage sorgt aber aktuell auch für etwas klarere Verhältnisse in der Tabelle. Durch die Niederlage ist die HSG auf Rang drei abgerutscht und steht bei 8:6-Punkten. Die SG Bruchköbel grüßt derweil mit 12:2-Punkten von der Tabellenspitze. Mit der zweiten Niederlage im dritten von sechs Spielen hat sich die Jungmeister-Truppe von dem wahrscheinlich einzigen Aufstiegsplatz eins schon fast zu weit distanzieren lassen.

Die Gäste aus Bruchköbel gingen zunächst in der Waldsporthalle Oberau mit 1:0 in Führung ehe Johanna Mickel in der 4. Minute per Siebenmeter ausgleichen konnte. Bereits zu dem Zeitpunkt wurde klar, dass das Spiel sehr eng werden sollte, wie es Thomas Jungmeister bereits im Vorfeld angekündigt hatte. Nach dem 2:2 durch Lea Heß wurde es das erste Mal richtig hitzig. Die Bruchköbln Lorenz sah nach gerade erstmal sieben Minuten die rote Karte. Die Überzahlsituarion wusste die HSG zu nutzen und ging mit 4:2 in Führung. In der 11. Minute wurde Lea Heß allerdings auf die Bank geschickt mit einer Zwei-Minuten-Strafe und das nutzte die SG aus und glich rasch auf 4:4 aus. Im weiteren Verlauf gingen die Oberhesseinnen wieder mit zweit Toren in Führung, ehe sie kurz vor der Pause erst den Ausgleich und dann noch das 7:8 hinnehmen mussten.

Nach dem Start in die zweite Hälfte liefen die Oberhesseinnen erst einmal dem Rückstand hinterher und die SG führte zwischenzeitlich gar mit drei Toren (37. Minute). Dann trafen aber Linda Uebel, Hannah Ditzel und Lilly Kling und sorgten mit den drei Toren am Stück in der 43. Minute für den 12:12-Ausgleich. Beim Stand von 13:13 holte sich Linda Uebel die zweite rote Karte des Spiels ab. Diese kurzzeitige Überzahl konnten die Bruchköblerinnen allerdings nicht nutzen und die Partie blieb weiter eng. Nach dem 15:15 per Siebenmeter von Anna Niedenthal in der 51. Minute gelang es der SG, sich in der entscheidenen Phasewieder mit zwei Toren in Führung zu peitschen. Diesem Rückstand liefen die Oberhesseinnen bis zum Ende hinterher.

»Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Es war das erwartet intensive und enge Spiel. Beide Torhüterinnen machten ein überragendes Spiel, obwohl Cynthia noch ein bisschen besser war. Am Ende entscheiden Kleinigkeiten solche Spiele und da müssen wir sagen, dass wir im Angriff nicht entschlossen genug waren und in den kritischen Momenten sich der ein oder andere technische Fehler eingeschlichen hat.«, so Jungmeister über die Partie, in der er zwei Mannschaften auf Augenhöhe gesehen hatte und ein Remis als »gerecht« angesehen hätte. »Letztendlich kann ich der Mannschaft aber wenig vorwerfen, die Mädels haben alles reingehauen und mit ein bisschen Spielglück geht das Pendel auch in unsere Richtung«, so Trainer Jungmeister.

Nun trifft die HSG Oberhessen nächste Woche auswärts auf den neuen Tabellenzweiten die HSG Dietesheim/Mühlheim. Das Hinspiel zuhause gegen Mühlheim konnten die Oberhesserinnen mit 24:21 bereits für sich entscheiden. Anpfiff ist am Samstag um 15:30 Uhr.

HSG Oberhessen: Scheidt, Deater; Heß (5), Mickel (3/1), Niedenthal (2/1), Kling (2), Röder (1), Haller (1), Ditzel (1), Uebel (1), Biladama (1), Schwarz, Neuhäusel; Bes. Vorkommnisse: Rote Karte (7.) Lorenz (SG Bruchköbel), Rote Karte (45.) Uebel (HSG)



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