21. November 2022, 20:36 Uhr

Eine Nummer zu groß

21. November 2022, 20:36 Uhr
FSR
Kampf um den Ball zwischen Daniel Weber (recths; HSG Gedern/Nidda) und dem Pohlheimer Tom-Marcel Gilbert. FOTOS: SEZ

Auch die Handballer der HSG Gedern/Nidda konnten in der Bezirksliga A Gießen den famosen Lauf der HSG Pohlheim II nicht stoppen. Trotz einer über weite Strecken sehr ordentlichen Vorstellung verlor die Mannschaft von Trainer Matthias Zunk in der Niddaer Gymnasiumhalle gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter mit 27:37. Mit nunmehr 12:8 Punkten auf der Habenseite ist die HSG Gedern/Nidda zwar weiter Tabellenfünfter, doch der Rückstand zu den ersten beiden Plätzen ist weiter angewachsen.

HSG Gedern/Nidda - HSG Pohlheim II 27:37 (15:20). Erneut musste der heimische Bezirksligist vor einem Spiel improvisieren. Torwart Benedikt Becker (verletzt) und Benjamin Stork (privat verhindert) fielen genauso aus wie Matthias Weber, der in der Woche vor dem Spiel in eine Glasscherbe getreten war und deshalb ebenfalls absagen musste. Die Anfangsphase bot für den Außenseiter gute Momente. Pascal Heeg, der wegen eines neuerlichen Umzugs die HSG nach nur wenigen Monaten schon wieder verlassen wird, brachte die Gastgeber sogar mit 3:2 in Führung. Dann aber zogen die Gäste aus Mittelhessen an und warfen sich mit fünf Treffern am Stück erstmals eine komfortable Führung heraus (3:7).

»Die Moral und die Einstellung haben aber gestimmt. Meine Mannschaft hat kämpferisch gut dagegengehalten«, lobte HSG-Trainer Zunk. Und so ließ sich seine Truppe auch nicht weiter abschütteln, sondern bot im Rahmen ihrer Möglichkeiten dem qualitativ besseren Gegner die Stirn. So robbte sich sein Team von einem 6:11-Rückstand zunächst auf 9:11 heran. Der Rückstand zur Pause (15:20) war dann aber wieder etwas deutlicher. Zu Beginn der zweiten Hälfte schwanden bei der HSG Gedern/Nidda etwas die Kräfte und die Gäste aus Pohlheim nutzten diese Phase gnadenlos aus, um auf dem Parkett für klare Verhältnisse zu sorgen. »Pohlheim war einfach stärker und hat sich dank guter Spielweise immer wieder Freiräume schaffen können«, berichtete Matthias Zunk.

In der 42. Minuten lag der Spitzenreiter mit 29:21 vorne und konnte sich da dem Auswärtssieg bereits sicher sein. Die Hausherren gaben weiter ihr Bestes kamen aber nicht mehr näher heran.

Fleißpunkte aufseiten der HSG Gedern/Nidda verdiente sich Leon Fladerer, der nach zweiwöchiger krankheitsbedingten Pause auf Anhieb wieder zu einem Leistungsträger aufschwang. »Wir müssen die jetzt anstehende zweiwöchige Pause nutzen, um die Köpfe wieder nach oben zu bekommen. Außerdem können wir die Pause gut zur Regeneration gebrauchen«, meint Zunk. Sein Fazit nach der klaren Niederlage fiel milde aus und der HSG-Coach begründete dies in erster Linie mit der Klasse des Gegners. »Es würde mich schon sehr wundern, wenn die HSG Pohlheim II am Ende nicht aufsteigen würde. Für uns positiv rausziehen können wir, dass man gegen einen solch starken Gegner auch erst mal 27 Treffer erzielen muss«, so Zunk. Dass ihm die 37 kassierten Treffer andererseits auch ein Dorn im Auge waren, verhehlte der Übungsleiter aber nicht.

Am Samstag, 3. Dezember, geht es für die HSG Gedern/Nidda mit einem Heimspiel gegen die HSG Hinterland weiter. Gegen den Rangvorletzten dürften die Erfolgsaussichten dann auch wieder höher sein.

HSG Gedern/Nidda: Skouteris, Tetzlaff; Müller (4/1), Heeg (4), Eckhardt (5), Kaiser (2), Fladerer (4), Aldathan, Perez, Vath (2), Maris (5), D. Weber (1). Zeitstrafen: 6:2 Minuten. Zuschauer: 50.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos