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»Uns ordentlich verkaufen«

Nur noch theoretischer Natur sind die Klassenerhaltshoffnungen des FC Gießen II vor den Endspurt in der Fußball-Verbandsliga Mitte.
20. Mai 2022, 22:34 Uhr
OMS

Nur noch theoretischer Natur sind die Klassenerhaltshoffnungen des FC Gießen II vor den Endspurt in der Fußball-Verbandsliga Mitte.

FC Gießen II - VfB Marburg (Sonntag, 15 Uhr)

Nachdem das Team von Trainer Thomas Turgut seit Mitte April und damit seit mittlerweile sechs Spielen auf einen Liga-Dreier wartet und bei der letzten Partie bei der SpVgg. Eltville (1:5) sogar in Unterzahl antreten musste, ist der Rückstand auf das »rettende Ufer« auf zwölf Punkte angewachsen. Bei nur noch fünf auszutragenden Spielen dürfte der Abstieg daher so gut wie feststehen, zumal mit dem VfB Marburg am Sonntag (15 Uhr) nun auch noch der Tabellenfünfte in Watzenborn-Steinberg gastiert.

Gar kein gutes Bild gab die Regionalliga-Reserve am vergangenen Wochenende ab, als die Fahrt an den Rhein, zumindest »auf dem Papier«, noch mit ausreichend Spielern begann, aber mit zehn Mann endete. Dementsprechend findet der Gießener Trainer auch klare Worte, nicht ohne allerdings das »Häufchen der Aufrechten« zu loben. »Ich muss den Jungs, die dabei waren, schon großen Respekt zollen. Auch dafür, dass sie dem Gegner gegenübergetreten sind, obwohl natürlich von vorneherein klar war, dass es für uns nur um Schadensbegrenzung gehen kann«, so Turgut, der noch ergänzt: »Ursprünglich umfasste der Kader vor der Partie mal 15 Mann, vor der Abfahrt war dieser schon auf zwölf zusammengeschrumpft. Und als wir unterwegs waren, haben noch zwei Spieler kurzfristig abgesagt. Man sieht mal wieder, wie extrem sich die Prioritäten teilweise verschieben. Das war natürlich sehr unschön.«

Und so stehen dem FC Gießen II wohl auch noch schwere letzte Wochen bevor, zumal der Abstieg praktisch feststeht. Dass mit dem VfB Marburg nun auch noch eine Mannschaft in Watzenborn-Steinberg gastiert, die in der Rückrunde »on fire« ist und neun Siege in ihren zwölf Partien feiern konnte, kommt für das Schlusslicht daher besonders ungelegen.

»Es ist natürlich extrem schwer, die Motivation jetzt aufrechtzuerhalten. Ich bin immer nur noch daran, einen Kader fürs Wochenende zusammenzubasteln und hoffe, dass ich genügend Spieler habe. Wir haben jetzt keinen Druck mehr und wollen uns ordentlich verkaufen«, so Turgut, der auch wieder A-Jugendlichen Einsatzzeiten geben wird.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport_test/anzg/uns-ordentlich-verkaufen;art5093,810762

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