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Matchball vergeben

Laubach (lh). Die FSG Kirtorf hat das erste »Endspiel« um die Meisterschaft der Fußball-Kreisliga A Alsfeld bei der FSG Laubach mit 1:0 gewonnen. Damit haben die Schützlinge von Trainer Jan Krätschmer nicht nur wieder selbst die Tabellenspitze übernommen, sondern auch die Titelentscheidung auf den Samstag (16.30 Uhr) verschoben. Dann reicht den Hausherren bereits ein Unentschieden zur Meisterschaft, während Laubach unbedingt gewinnen muss, um Titel und Kreisoberliga-Aufstieg perfekt zu machen.
26. Mai 2022, 20:18 Uhr
ASD
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Den Ausgleich auf dem Fuß, doch die Nerven verloren: Raphael Heinz scheitert am Kirtorfer Keeper Marius Jacobi.

Laubach (lh). Die FSG Kirtorf hat das erste »Endspiel« um die Meisterschaft der Fußball-Kreisliga A Alsfeld bei der FSG Laubach mit 1:0 gewonnen. Damit haben die Schützlinge von Trainer Jan Krätschmer nicht nur wieder selbst die Tabellenspitze übernommen, sondern auch die Titelentscheidung auf den Samstag (16.30 Uhr) verschoben. Dann reicht den Hausherren bereits ein Unentschieden zur Meisterschaft, während Laubach unbedingt gewinnen muss, um Titel und Kreisoberliga-Aufstieg perfekt zu machen.

FSG Laubach - FSG Kirtorf 0:1 (0:0): Das Tor des Tages am Mittwochabend in Wetterfeld erzielte vor 430 Zuschauern FSG-Torjäger Lars Krätschmer, der in der 62. Minute eine Flanke von Patrick Keller per Kopf veredelte. Unter dem Strich war es ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg der Gäste in einem teilweise äußerst hektischen und spannenden, aber spielerisch eher mittelmäßigen Spiel.

In der Anfangsphase übernahm Laubach vor imposanter Kulisse das Kommando und hatte nach Standards von Sirin Olcay gleich die ersten Möglichkeiten, doch erst köpfte Torjäger Ismail Uzun (2.), dann Raphael Heinz (4.) über das Tor. Auch in der Folge fand Kirtorf nicht ins Spiel, musste allerdings früh personell umbauen: Ex-Spielertrainer Viktor Schulz verletzte sich früh und musste raus. Zwar blieb Laubach tonangebend, tat sich aber aus dem Spiel heraus schwer, die Gästedefensive mit dem sehr aufmerksamen Loris Wettlaufer in der Zentralen in Bedrängnis zu bringen. Offensiv war von Kirtorf lange nichts zu sehen, erst unmittelbar vor der Pause wurden die Gäste aktiver und sorgten gleich für einen Knaller, als nach dem besten Angriff Gemmer einen Abpraller aus 20 Metern an die Latte knallte.

»Wir wussten, dass Laubach gerade in der ersten Hälfte viele Tore macht. Daher wollten wir zunächst einfach nur kompakt stehen und erst im Laufe des Spiels aktiver nach vorne agieren«, begründete Trainer Krätschmer die verhaltende Spielweise seines Teams.

Kirtorf mutig, Laubach ungenau

Auf jeden Fall ging diese Taktik voll auf, denn nach dem Wechsel setzte Kirtorf nach, spielte viel mutiger und gefälliger nach vorne. Dabei spielte die teils provozierende Spielweise zweier Akteure der Hausherren den Gästen in die Karten, zumal Schiedsrichter Nico Hermann sich davon in keinster Weise von seiner Linie abbringen ließ und mit seiner ruhigen, unaufgeregten Art jede aufkommende Hektik im Keim erstickte.

Angetrieben von dem ebenso lauf-, wie zweikampfstarken Erik Schmidt und den unermüdlich rackernden Patrick Keller und Lars Krätschmer ging Kirtorf nach 62 Minuten in Führung: Krätschmer hatte eine Keller-Hereingabe, der sich zuvor auf der linken Seite durchgesetzt hatte, eingeköpft. Nur fünf Minuten später die größte Ausgleichschance für Laubach: Nach einem nicht konsequent abgewehrten langen Ball kam Raphael Heinz frei vor Keeper Marius Jacobi zum Schuss, doch der Kirtorfer Keeper reagierte prächtig.

Nachdem in der Schlussphase alle weiteren Versuche der Hausherren verpufften - ihre Abschlüsse waren letztlich zu ungenau - wäre Simon Schäfer kurz vor Schluss fast noch ein Geniestreich gelungen, doch sein 45-Meter-Versuch über den zu weit vor seinem Tor stehenden Laubach-Keeper Leon Schlesinger landete auf dem Tornetz. Aber auch so: Kirtorf hat mit diesem Sieg der Liga einen echten Showdown am Samstag im Titelrennen beschert und behält die Meisterschaft weiter im Blick.

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