14. Januar 2022, 17:07 Uhr

Es kann nur besser werden

14. Januar 2022, 17:07 Uhr
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Gemeinsam für eine bessere zweite Saisonhälfte der Bender Baskets Grünberg am Start: Carlice Poelstra, Olivia Nash udn Neuzugang Venla Varis. Foto: Zylla

Eine bessere zweite Hälfte der aktuellen Saison, darauf hoffen die Zweitliga-Korbjägerinnen der Bender Baskets aus Grünberg. Nach einer von Pleiten, Pech und Pannen geprägten ersten Runde bekommt das junge Team von Coach René Spandauw nach der Pause nun Verstärkung. Leistungsträgerinnen sollen nach langer Verletzungspause zurückkehren. So sind wieder genug Spielerinnen für ein angemessenes Training vorhanden. »Wir mussten aufgrund der aktuellen Situation reagieren«, kommentiert Abteilungsleiter Manuel Jung zudem den Schritt, eine weitere Spielerin zu rekrutieren. Um Stabilität geht es Spandauw für das oft unsichere Auftreten seiner unerfahrenen Mannschaft. Daher kamen sogar bekannte Gesichter wieder zurück ins Team: Die erfahrenen Isabell Meinhart und Juliane Winterberg werden die neuen, aber bekannten Veteraninnen sein. Zudem kommt Grünbergs Antreiberin auf dem Feld, Olivia Nash, nach einer Augen-OP zurück. Zudem gibt es mit Venla Varis einen Neuzugang zu vermelden: Die 23-jährige Ex-Jugendnationalspielerin Finnlands zeigte ihr Können bereits in der ersten finnischen Liga und in den USA in der National Collegiate Athletic Association (NCAA).

Der Gießener Anzeiger sprach vor dem Spiel gegen die Dolphins Marburg (heute, 19.30 Uhr) mit der designierten Feldtrainerin Nash (USA), Carlice Poelstra (Niederlande) und Varis.

Wie geht ein so junges Team mit so einer verrückten Saison um?

Nash: Wir konnten natürlich nicht damit rechnen, was alles passieren würde. Aber meine Einschätzung ist, dass die Mädels das gut verkraftet haben und nach der Pause jetzt alles geben werden. Mit solchen Erfahrungen wachsen sie zu besseren Spielerinnen heran. Sie haben alle ihre Talente auf dem Court, aber ihnen fehlt es schlicht an Erfahrung. Unser Ziel ist es aber, die Playoffs zu erreichen. Dafür muss allerdings die Einstellung, wirklich gewinnen zu wollen, stimmen. Wir haben bisher dazu tendiert, zu schnell die Köpfe hängen zu lassen. Wir müssen es ab jetzt schaffen, eine konstante Leistung hinzubekomme. Und nicht nur in Teilen eines Spiels.

Der große Wunsch, in Deutschland Basketball zu spielen, ist unterdessen für Venla Varis in Erfüllung gegangen. Warum aber sind es gerade die Bender Baskets Grünberg geworden?

Varis: Ich habe zu meinem Manager immer »Deutschland« gesagt, wenn er mich nach einem möglichen Einsatzland fragte. Dass es die Kleinstadt Grünberg wurde, ist super. Ich mag die Willkommenskultur der Menschen und die schöne Architektur hier. Nach einer für mich weniger erfolgreichen letzten Saison in den USA, erhoffe ich mir nun mit den Bender Baskets auch für mich einen Neustart. Mein Job wird das Ballhandling, Werfen und möglichst noch die Rebounds sein. Meine Erfahrung wird auch gefragt sein, zumindest hatte ich es so mit dem Coach besprochen.

Varis erreichte in der amerikanischen College-Liga in 25 Auftritten drei Punkte und einen Rebound pro Spiel. Dabei soll die junge Finnin mit ihren 1,80 Meter Körpergröße auf diversen Positionen einsetzbar sein. »Ich bevorzuge jedoch die Guard-Positionen«, beantwortete sie die Frage nach ihrer Lieblingsposition.

Mit ihren 20 Jahren ist Centerin Carlice Poelstra unterdessen schon ein vertrautes Gesicht bei den Bender Baskets. Neben ihrer Arbeit unter den Körben, hilft sie unter anderem den Importspielerinnen, sich in der Mannschaft zurechtzufinden - auch abseits des Courts. Nash nennt sie daher liebevoll Grünbergs »welcome committee«.

Frau Poelstra, 2019 sind Sie nach Grünberg gekommen...

Poelstra: Geplant waren drei Saisons nicht, aber die Menschen hier sind einfach großartig. Aber natürlich möchte ich schauen, wie weit ich als professionelle Basketballspielerin noch kommen kann. In Grünberg kümmere ich mich auch um die internationalen Spielerinnen, weil ich sehr gut Englisch spreche.



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