28. Mai 2021, 21:46 Uhr

Handball

TV Hüttenberg am Freitagabend mit defensiver Glanzleistung

Mit einer Galavorstellung beim 27:16-Heimsieg hat der TV 05/07 Hüttenberg am Freitagabend den Zweitliga-Kontrahenten VfL Lübeck-Schwartau deutlich in die Schranken verwiesen.
28. Mai 2021, 21:46 Uhr
JSA
Hüttenberger Hoch: Die Mannschaft des TVH im Jubelkreis nach dem souveränen Freitagabend-Sieg. THÜRMER (Foto: Marc ThŸrmer)

Der heimische Handball-Zweitligist aus Hüttenberg zeigte sich beim 27:16-Erfolg am Freitagabend in allen Belangen überzeugend. Für die Gäste aus Lübcek war es die schlechteste Offensivleistung der Saison.

»Ich muss meiner Mannschaft einmal mehr ein Kompliment machen. Das war eine ganz starke Leistung, die wir über 60 Minuten durchgezogen haben, was alles andere als selbstverständlich auf dem Niveau ist«, sagte TVH-Trainer Johannes Wohlrab.

Hellwach und hochkonzentriert zeigte der TV Hüttenberg sich vom Anpfiff weg. Es war defensiv die vielleicht beste Halbzeit der Saison für die Mittelhessen. Beginnend mit dem Rückhalt der letzten Wochen, Nikolai Weber, der gleich den ersten Wurf von Lübecks Bruhn entschärfte. Auf der Gegenseite machte es Merlin Fuß besser und führte den ersten Tagestreffer herbei. Es entwickelte sich ein Start nach Maß beim 3:0 durch Hendrik Schreiber.

Neben dem Hüttenberger Selbstvertrauen spielten sicher auch die personellen Probleme der Gäste eine Rolle. Die lange Anreise und die vielen Spiele in diesen Tagen steckten der Mannschaft von Trainer und Ex-TVH-Spieler Piotr Przybecki in den Beinen.

Wenn sie dann mal eine Lösung zum Tor fanden, stand ihnen der einmal mehr überragende Nikolai Weber im Weg. Mex Raguse war es, der mit dem Pausenpfiff zum 14:8 traf.

Wer aber dachte, Lübeck fände nochmal ins Spiel zurück, sah sich im zweiten Spielabschnitt schnell eines Besseren belehrt. Es dauerte erneut zehn Minuten, bis sie überhaupt zu ihrem ersten Treffer des zweiten Spielabschnitts kamen.

In dieser Zeit traf Hüttenberg bereits vier Mal. »Wir wollten uns aufbäumen, aber das ist uns einfach nicht gelungen. Wir machen aktuell eine sehr sehr schwere Phase durch. Von der Qualität reicht es für uns derzeit einfach nicht«, sagte VfL-Coach Przybecki nach dem Spiel.

Die Auswärtsschwäche hält damit an: Bereits zuletzt in Konstanz (22:31) und Aue (26:34) gab es deutliche Niederlagen. Niklas Theiß stellte am Freitagabend beim 18:8 in der 40. Minute erstmals den Zehn-Tore-Vorsprung her. In der Folge spielte der Juniorennationalspieler mit seinen Kollegen den Heimsieg sicher nach Hause und behielt den Abstand konsequent bei.

Der Sieg des TVH war umso wichtiger, da der Wilhemshavener HV parallel sein Spiel in Dormagen gewann. Acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz lassen das Licht Richtung Klassenerhalt für die Mittelhessen heller werden.

Am Mittwoch geht es für das Team von Trainer Johannes Wohlrab mit ordentlich Rückenwind zum Tabellenletzten TuS Fürstenfeldbruck.

TV Hüttenberg: Plaue, Nikolai Weber - Fuß (1), Kneer (5), Optiz (2), Theiß (4), Fujita (1), Ian Weber (2), Rompf (1), Lindenstruth (1), Reichl (4), Mubenzem (1), Hübscher, Hahn (1), Klein, Schreiber (4)

VfL Lübeck-Schwartau: Borchert, Haß - Potratz, Raguse (3), Lindskog Andersson (4/4), Hansen (4/1), Löfström (3), Waschul, Schult, Versteijnen, Schrader, Kretschmer (1), Hagen, Bruhn (1)

Im Stenogramm: Zeitstrafen: 7/6. - Rote Karte gegen Waschul/Lübeck, 3. Zeitstrafe/47. Minute. - Schiedsrichter: Engeln/Schmitz. - Zuschauer: keine



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