16. Juli 2020, 16:00 Uhr

Leichtathletik

DM-Generalprobe der Sprinter in Wetzlar

Beinahe die komplette Sprintelite versammelt sich am Samstag in Wetzlar. Mit dabei sind auch Lisa Mayer und Elias Goer, die sich einiges für diesen Heimwettkampf vorgenommen haben.
16. Juli 2020, 16:00 Uhr
Elias Goer (l.), Landestrainer Kurzsprint David Corell und Lisa Mayer sind bereit für das Meeting »Fast Arms, Fast Legs« am Samstag in Wetzlar. FOTO: RAS

Es ist nach Wochen der Vorbereitung praktisch soweit. Mit einer Pressekonferenz zu »Fast Arms, Fast Legs« leitete das Sprintteam Wetzlar die letzte Phase vor dem Wettkampf am Samstag im Wetzlarer Stadion ein. Laut David Corell, Sprintteam-Trainer und zudem Cheftrainer Kurzsprint im hessischen Leichtathletikverband, darf man ein »geniales Meeting mit toller Besetzung im Sprintbereich« erwarten, bei dem außer Gina Lückenkemper und Tatjana Pinto die deutsche Frauen- und Männerspitze auf den Kurzstrecken komplett vertreten sein wird.

So werden neben den beiden für Wetzlar startenden Lisa Mayer und Rebekka Haase auch die deutsche 60-m-Hallenmeisterin Lisa Marie Kwayie vom Neuköllner SC, die Kwadwo-Schwestern aus Paderborn und Jessica Wessolly (Mannheim) als 200-m-Hallenmeisterin erwartet.

Bei den Männern hofft man auf Spitzenzeiten durch beispielsweise 60-m-Hallensieger Deniz Almas (Wolfsburg), Julian Reus (Erfurt), 200-m-Hallenmeister Robin Erewa (Wattenscheid), Felix Straub (Leipzig), aber auch den Wetzlarern Michael Pohl und Elias Goer. Einzig Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar) wird fehlen, der durch das Pfeiffersche Drüsenfieber zwischen Februar und Mai immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen hatte und nun hofft, im September einen ersten Wettkampf bestreiten zu können.

»So hochklassige Sprinterfelder findet man auch in nicht durch die Corona-Pandemie beeinflussten Zeiten nur ganz selten. »Erstmals in dieser Saison lassen sich die Zeiten durch die gemeinsamen Rennen real einordnen«, fügte Corell an. »Das ist die absolute Generalprobe für die drei Wochen spätere DM in Braunschweig«, betonten Mayer und Goer, die bei der Pressekonferenz als heimische Vertreter ebenfalls anwesend waren.

Über allem steht jedoch die Gesundheit. So werden erneut keine Zuschauer gestattet und wie schon beim Auftakt Anfang Juli werden bezüglich Organisation und Desinfektion weitreichende Maßnahmen ergriffen. Ob in den Rennen auf allen Bahnen gelaufen wird oder nur jede zweite Bahn besetzt werden kann, ist noch nicht endgültig geklärt. Um Interessierte zu informieren, ist allerdings ein Livestream über leichtathletik.de angekündigt.

Für Lisa Mayer ist »Fast Arms, Fast Legs« in Wetzlar am Samstag der Saisoneinstieg. Als Bundeskaderathletin konnte die 24-Jährige komplett durchtrainieren und sich kontinuierlich aufbauen. Bis Mai hatten viele Waldeinheiten und Treppenläufe für die 60-m-Dritte der deutschen Hallenmeisterschaften auf dem Plan gestanden.

Durch die lange Vorbereitungszeit fühlt sich die in Niederkleen aufgewachsene Sprinterin absolut fit und schmerzfrei. »Vermutlich bin ich im Verhältnis über 100 m derzeit schneller als über 200 m«, vermutet Mayer, die rund drei Jahre nicht auf ihrer Lieblingsstrecke antrat.

»Das Ziel schon in diesem Übergangsjahr ist Olympia in Tokio 2021, schon um dem ganzen Trainings- und sonstigen Aufwand einen Sinn zu geben«, erläuterte Mayer und ergänzte: »Der Unterschied ist die Bandbreite der Sportarten, dazu die gemeinsame Zeit im Olympischen Dorf. Mit 20 Jahren konnte ich die Zeit in Rio wegen Reizüberflutung nicht ganz genießen«.

Elias Goer studiert derzeit auf Gymnasiallehramt in der Oberstufe und wechselte zu seinem zweiten Semester von Gießen an die Goethe-Universität Frankfurt. Der Wiesecker sieht so wertvollen Zeitgewinn, sportlich wie im Studium, da er ohnehin meist im Stadion an der Hahnstraße nahe des Frankfurter Waldstadions trainiert und physiomäßig in Frankfurt betreut wird.

Für den 19-Jährigen war die Coronazeit anfangs ein kleiner Nackenschlag: »Ich musste für ein, zwei Monate im Wald trainieren, habe aber dadurch auch neue Reize gesetzt.« Der 200-m-DM-Dritte des Vorjahres zeigte schon vor wenigen Wochen starke 100-m-Läufe, deren Zeiten leider dem Wind zum Opfer fielen. Der Schwerpunkt an diesem Samstag in Wetzlar werden die 200 m sein, auf denen Goer eine neue Bestzeit im Bereich des Möglichen sieht.

Die Wettbewerbe beginnen am Samstag im Wetzlarer Stadion um 14.20 Uhr mit den Vorläufen über 100 m Frauen. Neben den Sprintläufen (Finale Frauen um 15.50 Uhr, Finale Männer um 16.05 Uhr) sind auch Speerwurfkonkurrenzen bei Männer und Frauen vorgesehen. Ebenfalls sind für das Meeting in Wetzlar einige U20-Wettbewerbe ausgeschrieben.

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