10. August 2021, 22:35 Uhr

Paris spielt verrückt

Weniger als eine Woche nach dem angekündigten Abschied vom FC Barcelona hat Jorge Messi den Sensations-Transfer seines Sohnes Lionel Messi zu Paris St. Germain bestätigt. Am Dienstag traf der Fußball-Superstar an der Seine ein. Der Wirbel um ihn ist riesig.
10. August 2021, 22:35 Uhr
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Von SID
Der Hoffnungsträger ist in Paris angekommen: Lionel Messi winkt den PSG-Fans auf dem Flughafen zu. FOTO: AFP

Kaum war Lionel Messi auf dem Flughafen Le Bourget gelandet, da winkte der Superstar den wartenden Fans aus einem Fenster zu. »Ici c’est Paris«, hier ist Paris, stand auf dem T-Shirt des Hoffnungsträgers, der nach 21 Jahren im Dress des FC Barcelona eine neue Herausforderung angeht. Der sechsmalige Weltfußballer hat sich mit Paris St. Germain auf einen Wechsel verständigt.

Am Prinzenpark-Stadion wurde der rote Teppich bereits ausgerollt, als Messi noch im Anflug war. Um kurz vor 16 Uhr landete er in seiner neuen sportlichen Heimat, seine Ehefrau Antonella hatte schon aus dem Learjet Richtung Frankreich ein Foto mit ihrem Gatten gepostet und dazu mit vier Herzen geschrieben: »Auf zu einem neuen Abenteuer für uns fünf.«

Auf Schritt und Tritt verfolgt von zahlreichen TV-Kameras, Fotografen und Journalisten war der 34-Jährige am Dienstagnachmittag vom Flughafen El Prat in Barcelona abgehoben - zusammen mit seiner Frau und seinen drei Söhnen. Sein Vater Jorge hatte kurz vor dem Abflug den Sensationstransfer zu PSG bestätigt. »Wieder zusammen«, schrieb sein alter, neuer Teamkollege Neymar bei Instagram. Seit Tagen hatte der »Messias« ganz Paris verrückt gemacht. TV-Sender brachten Sondersendungen. Hunderte Fans warteten schon seit Sonntag am Flughafen auf Messis Ankunft. Am Prinzenparkstadion, wo heute die offizielle Präsentation erfolgen soll, war schon alles hergerichtet für den neuen Ausnahmekönner im Starensemble des Hauptstadtklubs. »Er ist der Stärkste der Welt«, sagte Gianluigi Donnarumma, »ich bin sehr aufgeregt und glücklich.« Das argentinische Offensiv-Genie, zwei Jahrzehnte lang Ikone des FC Barcelona, soll einen Zweijahresjahresvertrag erhalten. Angeblich ist der Kontrakt mit 40 Millionen Euro per annum dotiert.

Die PSG-Weltauswahl kann sich die neuen Galaktischen nennen und damit in die Fußstapfen des Rekord-Europapokalsiegers Real Madrid treten. Denn der Pariser Klub hat neben Messi weitere Superstars wie Neymar, einst Teamkollege des Argentiniers beim FC Barcelona, WM-Champion Kylian Mbappe, Sergio Ramos, die italienischen Europameister Marco Verratti und Donnarumma sowie Angel Di Maria und den Niederländer Georginio Wijnaldum in seinen Reihen. Die deutschen Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer stehen auch bei PSG unter Vertrag, geraten aber immer mehr in den Hintergrund.

Barcelona hatte am Donnerstag Messis Abschied verkündet, weil das »Financial Fair Play« der spanischen Liga dem mit fast 500 Millionen Euro verschuldeten Klub keinen Spielraum für eine Vertragsverlängerung ließ - obwohl Messi auf 50 Prozent seines Jahresgehalt von 140 Millionen Euro verzichten wollte. Der bisherige Star der Katalanen sagte am Sonntag tränenreich »adios«. Nun muss Messi in Paris liefern - nicht weniger als die Champions League ist das große Ziel der katarischen PSG-Geldgeber.



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