28. März 2019, 19:17 Uhr

150-mal Blut gespendet

28. März 2019, 19:17 Uhr
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Aus der Redaktion
Für ihr Engagement werden Rainer Stock aus Florstadt (2. v. l.) und Wolfgang Wiemann aus Karben (3. v. l.) durch Staatssekretär Dr. Martin Worms (l.), Nicole Seidl (Blutspendebeauftragte des DRK in Hessen) und den Präsident des DRK Landesverband Hessen Norbert Södler (r.) geehrt. (Foto: pm)

Das ist ihr Applaus: 74 langjährige Blutspender haben dieser Tage im Schloss Biebrich in Wiesbaden im Rampenlicht gestanden. Sie haben über Jahrzehnte etwas Besonderes geleistet und wurden dafür in einem Festakt geehrt. Unter den Geehrten waren auch Wolfgang Wiemann aus Karben und Rainer Stock aus Florstadt. Beide wurde für 150 Blutspenden geehrt.

»Jeder von uns kann in die Situation kommen, eine Blutspende zu brauchen. Doch dazu ist die Gesellschaft auf Menschen angewiesen, die zur Blutspende bereit sind. Hier kann nur der Mensch den Menschen helfen. Umso mehr ist es mir eine besondere Freude, langjährig verdiente Spender zu ehren, die mit ihrem Blut selbstlos schon viel Gutes für andere getan haben – sie sind wahre Lebensretter«, bedankte sich der hessische Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms bei den Spendern.

195 424 Spenden im Jahr

Jeden Tag werden in Hessen rund 900 Blutspenden für Kranke und Verletzte benötigt. Auch Norbert Södler, Präsident des DRK-Landesverbandes Hessen, machte die Bedeutung dieses außergewöhnlichen Engagement mit einem Zitat von Goethe deutlich: »Des Menschen Leben lebt im Blut. Das ist lebendig Blut in frischer Kraft, das neues Leben sich aus Leben schafft!«

Das Blut wird nicht nur bei Notfall-Operationen, sondern beispielsweise auch bei einer Geburt eingesetzt. Allein 19 Prozent aller Blutpräparate in Deutschland werden für Patienten mit einer Krebserkrankung benötigt. Ohne das verlässliche Engagement der Hessen würden viele Menschen heute nicht weiterleben können. Die Geehrten haben dazu beigetragen, dass zum Beispiel Friederike Streckenbach gerettet werden konnte, als sie wenige Tage nach der Geburt ihrer Tochter Ida aufgrund von Blutungen in der Gebärmutter mehrere Liter Blut verlor.

Auch der 31-jährige Tomek Kaczmarek kann heute noch lachen. Er kam mit einem Herzklappenfehler zur Welt. Mit 19 Jahren wurde dann zusätzlich noch eine Herzinsuffizienz diagnostiziert. Seine weitere Krankheitsgeschichte machten vier Herzoperationen nötig. Er überlebte, auch weil genügend Blutkonserven bereitstanden. Zwei persönliche Beispiele, was diese starke Gemeinschaft für die Gesellschaft bewirkt.

105 328 Menschen engagierten sich mit 195 424 Blutspenden im vergangenen Jahr für Kranke und Verletzte und sicherten die medizinische Versorgung in den hessischen Kliniken. In den nächsten Jahren wird der Anteil an Patienten mit einem hohen Alter oder mit komplexen chirurgischen Eingriffen stetig steigen. Ebenso wird es zukünftig weiter Notfallpatienten geben, bei denen die Transfusion von mehreren Fremdblutkonserven lebensrettend ist. Daher benötigt der DRK-Blutspendedienst neben den vielen erfahrenen, verlässlichen Spendern auch neue Spender. Blutspendetermine sind im Internet unter www. blutspende.drk-friedberg.de abrufbar.



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