13. Mai 2022, 21:53 Uhr

»WASAG-Gelände war erfolgreich saniert«

13. Mai 2022, 21:53 Uhr
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Aus der Redaktion

Am Ortsrand von Stadtallendorf in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen WASAG-Gelände war ein Schnelltest des Bodenaushubs positiv auf sprengstofftypische Verbindungen und die Bauarbeiten an der A49 in diesem Bereich wurden auf Anweisung des Regierungspräsidiums Gießen vorübergehend gestoppt (die AAZ berichtete). Darüber hat die A49-Autobahngesellschaft, die die A49 zwischen der Anschlussstelle Schwalmstadt und dem Ohmtal-Dreieck als ÖPP-Auftragnehmer errichtet, die DEGES informiert.

Die DEGES hatte gemäß Planfeststellungsbeschluss für die A49 die sogenannten »WASAG-Flächen« noch vor dem Beginn des Autobahnbaus saniert. Die Schadstoffsanierung im Bereich des ehemaligen Rüstungswerks bei Stadtallendorf, die bereits seit Jahrzehnten vorgesehen war, wurde durch den Bau der Autobahn zwingend erforderlich und finanziert, da die Trasse für die A49 teilweise über das WASAG-Gelände verläuft. Hier befanden sich Boden- und Bauwerksverunreinigungen mit sprengstofftypischen Verbindungen (STV) und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Nach Erstellung des Sanierungsplanes, der gemäß den Anforderungen des Bundesbodenschutzgesetzes 2017 von einem Gutachter aufgestellt und durch das Regierungspräsidium Gießen genehmigt wurde, seien die Sanierungsmaßnahmen im August »2020 erfolgreich abgeschlossen worden«. Die Durchführung der Arbeiten sei unter behördlicher Kontrolle erfolgt. Die DEGES stehe in engem Kontakt zur A49-Autobahngesellschaft und gehe davon aus, dass das Regierungspräsidium nach Vorliegen der Ergebnisse der labortechnischen Untersuchungen das weitere Vorgehen festlegt.



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