16. Februar 2022, 21:17 Uhr

Rettungswache nimmt Betrieb auf

16. Februar 2022, 21:17 Uhr
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Aus der Redaktion

Das Vogelsberger Rettungsdienstnetz wird enger geknüpft. Vor gerade mal acht Monaten fand der symbolische Spatenstich für die neue Rettungswache des DRK Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) auf dem Grundstück an der Bundesstraße 275 in Herbstein statt. Nun steht auf rund 360 Quadratmetern Gesamtfläche eine moderne Rettungswache, welche die aktuellen rettungsdienstlichen Standards erfüllt und die Arbeits- sowie die Aufenthaltsbedingungen des Rettungsdienstpersonals deutlich verbessert.

Bei einem Ortstermin im kleinen Kreis wurde sie nun ihrer Bestimmung übergeben. Der Vogelsbergkreis als Auftraggeber des Rettungsdienstes war vertreten durch Landrat Manfred Görig und durch den Sachgebietsleiter Zentrale Leitstelle/Rettungsdienst in der Kreisverwaltung, Jürgen Schad. Mit dabei waren neben Vertretern des DRK Rettungsdienstes Bürgermeister Bernhard Ziegler, Walter Ritz von der Sparkasse Oberhessen, die die Finanzierung sichergestellt hat, sowie Alexander Schagerl von der Volksbank Lauterbach-Schlitz, in deren Räumlichkeiten die Rettungswache bisher untergebracht war. Mit 1093 Einsätzen im vergangenen Jahr ist die Rettungswache in Herbstein ein wichtiger Standort für die rettungsdienstliche Versorgung im Vogelsbergkreis.

Rund um die Uhr steht ein Rettungswagen zur Verfügung. Von Bauweise und Ausstattung gleicht der Neubau vorherigen Bauprojekten des DRK Rettungsdienstes und erfüllt somit alle Anforderungen an eine moderne Rettungswache. »Demnächst werden wir auch den neuen Standort in Homberg einweihen können. Das Bauprojekt steckt bereits in den letzten Zügen. Die Notfallversorgung im Vogelsbergkreis kann so unter optimalen Bedingungen erfolgen«, sagt Geschäftsführer des RDMH, Markus Müller.

»Wir haben gerade in den vergangenen Jahren viel für die kontinuierliche Verbesserung der Notfallversorgung unserer Bevölkerung getan«, betont Görig und zeigt sich erfreut über die Inbetriebnahme der neuen Rettungswache in Herbstein. »Die Umsetzung des Bereichsplanes mit dem Neubau eines Großteils der Rettungswachen war in den letzten beiden Pandemiejahren nicht immer einfach, doch insgesamt kommen wir gut voran«, so der Landrat.

Gerade erst konnte die Rettungswache in Freiensteinau in ein großzügig umgebautes Gebäude der Gemeinde umziehen. Auch wenn es sich noch um eine Übergangslösung handelt, so ist die Wache bereits von einem 12-Stunden-Betrieb in einen 24-Stunden-Betrieb übergegangen.

»Und mit der bevorstehenden Inbetriebnahme der neuen Rettungswache in Homberg sind wir noch lange nicht am Ende: Die Planungen für die neue Rettungswache Grebenau am Standort Eulersdorf sind ebenfalls angelaufen, mit einem Baubeginn kann, je nach Planungsfortschritt, noch in diesem Jahr gerechnet werden«, sagt Görig.

Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten erfolgte bereits am 3. Februar durch das Gebäudemanagement des RDMH mit tatkräftiger Unterstützung von 14 Mitarbeitenden aus dem Wachbereich Lauterbach. »Es ist toll zu sehen, wie die Kolleginnen und Kollegen sich einbringen. Durch die vielen helfenden Hände konnte der Nachtdienst noch am selben Abend auf der neuen Wache in Dienst gehen«, sagt Betriebsleiter Rainer Ruppert.

Der Neubau ist ebenerdig, bietet optimale Ausrückebedingungen und deutlich mehr Platz für die Rettungsdienstmitarbeitenden als bisher. Er weist drei Ruheräume, einen großen Aufenthaltsraum mit Büroarbeitsplatz, Umkleiden, eine Terrasse, Lager und mehrere Funktionsräume auf. Die Anordnung der Räumlichkeiten sorgt für eine enorme Verbesserung der Arbeitsabläufe und leichtere Einhaltung von Hygienestandards. Entsprechend der gültigen Norm sind die Räume so angeordnet, dass die Mitarbeitenden nach einem Einsatz direkt in den Umkleide- und Hygienebereich gelangen, ohne vorher andere Bereiche betreten zu müssen.

Herbstein ist seit 2016 Rettungswachenstandort. »Wir sind sehr froh, dass Herbstein damals als Wachenstandort etabliert wurde und uns nun auch auf Dauer erhalten bleiben wird. So eine Rettungswache hat für die Bevölkerung eine große Bedeutung«, so Bürgermeister Ziegler.

Bisher war die Rettungswache im Gebäude der Volksbank untergebracht, die dem DRK Rettungsdienst kurzfristig die Anmietung von Räumlichkeiten im 1. Stock ermöglicht hatte. Diese waren allerdings auf längere Sicht nicht für den Betrieb einer Rettungswache geeignet. »Für die schnelle Übergangslösung und die gute Zusammenarbeit sind wir der Volksbank Lauterbach-Schlitz und allen Beteiligten sehr dankbar«, unterstreicht der Bürgermeister.

Für die Umsetzung des Bauprojektes entschied sich der DRK Rettungsdienst Mittelhessen für bewährte Partner: Mit ARTEC Architekten (Marburg) und »C + P Schlüsselfertiges Bauen« hat der RDMH bereits andere Wachenneubauten geplant und umgesetzt. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Die Finanzierung war dank der guten Zusammenarbeit mit der Sparkasse Oberhessen möglich.



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