22. September 2022, 21:51 Uhr

Mit Frohsinn und Herzblut

22. September 2022, 21:51 Uhr
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Von Joachim Legatis
Marianne Fleischhauer

Viele kennen eher die Buchholzbrücke als den Verein, der das Freizeitgelände an der Schächerbachtour möglich macht. Der Wanderverein Homberg ist vom 1. Mai bis Oktober sonntags mit Getränken und Kuchen präsent und kümmert sich um Spielplatz und Rastplatz. Nun feiert der Wanderverein sich selbst. An diesem Wochenende werden »125 Jahre plus 1« in der Stadthalle mit einem bunten Programm begangen (siehe Kasten).

Der Verein hat sich im Verlauf der Jahrzehnte verändert. »Wir waren eine gute Truppe, es ist mit viel Herzblut einiges geschaffen worden«, sagt die Vorsitzende Marianne Fleischhauer. In den beiden CoronaJahren sind einige jüngere Familien dazugestoßen, Nun hofft Fleischhauer, dass sie die Betreuung des Freizeitgeländes Buchholzbrücke weiterführen. »Wenn man mit den Besuchern des Spielpatzes ins Gespräch kommt, hört man sehr viel Freude über so ein wundervolles Spielgelände.«

Es liegt an dem beliebten Premium-Wanderweg Schächerbachtour. Bei gutem Wetter »geht es auf der Schächerbachtour zu wie auf der Autobahn, so viele Leute sind da unterwegs«, sagt Fleischhauer. Die Parkplätze sind überfüllt und zeigen, dass viele Besucher von außerhalb den Homberger Wald schätzen.

Viele Wanderer lassen sich gerne auf ein Stück Kuchen am Kiosk des Wandervereins nieder. Besonders beliebt sind die Spielgeräte für Kinder.

Es kommen Menschen aus ganz Deutschland vorbei. Neulich hat Fleischhauer mit einer Familie aus Stuttgart gesprochen, die nach einem Familienbesuch in Hannover einen Zwischenstopp an der Buchholzbrücke eingelegt hat. Die hatten im Internet für die Kinder nach einem Waldspielplatz nahe der Autobahn gesucht.

Der andere Teil der Vereinstätigkeit, das Wandern, ist inzwischen eher ins Hintertreffen geraten. Die älter gewordenen Vereinsmitglieder haben zuletzt nur noch kleinere Touren unternommen.

Gegründet wurde der Wanderverein am 24. Juni 1896. Ziel war es, den Tourismus zu beleben, Spazierwege anzulegen, Erholungsplätze zu schaffen und die Heimat bei Wanderungen kennenzulernen. Schon 1903 trat der Verein dem Oberhessischen Touristenverband bei, der später zum Oberhessischen Gebirgsverein wurde.

Auftrieb bekam das Vereinsleben 1966, wie Fleischhauer sagt. Vorsitzender Friedrich Döring brachte mit Familie und Mitstreiterin Elisabeth Kraus »viel Frohsinn, Musik und neue Motivation« hinein. Ein Vereinsgelände wurde gesucht und man entschied sich für das Buchholz. Auf der Wiese am Bach entstand das Vereinsheim, Toiletten und eine Brücke wurden gebaut.

Seit 1969 wird der Waldspielplatz mit viel Engagement in Schuss gehalten, zur Freude der vielen Besucherinnen und Besucher, die mit Kindern kommen. Gerne wurden Geburtstage dort gefeiert, wie sich Fleischhauer erinnert. Sonntags von 13 bis 18 Uhr ist der Kiosk bewirtschaftet.

Ein großer Vorteil des Spielplatzes sind die zahlreichen schattenspendenden Bäume, die sich gerade in der heißen Periode dieses Sommers als sehr segensreich herausgestellt haben. Früher hat der Wanderverein die Spielgeräte noch in eigener Regie beschafft und aufgebaut. In den letzten Jahren hat die Stadt das Hamsterrad und die Seilrutsche installiert.

In früheren Jahren haben die Mitglieder sehr schöne Ferienwanderungen veranstaltet, wie sich die Vorsitzende erinnert. Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg wurden erkundet.

Allerdings sind viele der Mitglieder inzwischen in einem Alter, das solche Touren ausschließt. Veränderungen brachten die beiden Corona-Jahre. Seither sind mehr Wanderlustige in der eigenen Region unterwegs. Davon profitiert der Wanderverein, sagt Fleischhauer, die seit 24 Jahren Vorsitzende ist. Einige jüngere Familien sind hinzugestoßen und helfen auf der Buchholzbrücke.

Deshalb hofft die Hombergerin, dass die jüngere Generation dafür sorgt, dass das schöne Freizeitgelände mit Spielplatz eine Zukunft hat.



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