09. Mai 2022, 21:44 Uhr

Großformatiges in Acryl und Öl

09. Mai 2022, 21:44 Uhr
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Von Nina Reichhardt
Brigitte und Jörg Christian laden in die Kunstausstellung an der Zeller Straße ein. FOTO: NR

Heimertshausen feiert in diesem Jahr sein 750-jähriges Bestehen mit einer bunten, bis Herbst bereits ausgedehnten Veranstaltungsreihe. Der ortsansässige Künstler Jörg Christian erweitert das breit gefächerte Festprogramm ab sofort mit der Ausstellung seiner ausdrucksstarken Bilder. Ein Anruf bei den Eheleuten Christian zur Terminabsprache genügt und der Weg für das Auge des Betrachters ist frei beim Besuch der privaten Galerie auf heimischem Grund. Die Protagonisten stellten dieser Tage ihren Beitrag zum Jubiläum direkt vor Ort in der Zeller Straße näher vor.

Van Goghs Mona Lisa…

Ein Überblick über die bisherige Veranstaltungsplanung zur 750 Jahr-Feier beinhaltet unter anderem zwei Grenzwanderungen, gesellige Abende, ein Schwimmbadfest mit Eröffnung der Badesaison, in Anlehnung an Elvis Presleys einstigen Besuch des Ortes eine Elvis-Presley-Party, eine zentrale Festveranstaltung als stehender Festzug und auch einen Dorfabend eventuell mit Theater. »Warum nicht auch ein vielsagendes Spektrum der malerisch kreativen Gestaltung eines lokal beheimateten Künstlers?«, dachte sich Jörg Christian und machte aus der Theorie die Praxis.

Schließlich hat der ursprünglich gelernte Schriftsetzer und später in Frankfurt tätige Grafikdesigner seit seinem Ruhestand und der Wahl von Heimertshausen als Lebensort seine ungebremste Leidenschaft zur Malerei neu entdecken und ausleben können. Der Rundumblick in der beschaulich gehaltenen Galerie bringt es zutage - der Künstler hat in seinem Räumlichkeiten allerhand anschauliche Werke zu bieten.

Eine erlesene Auswahl derer wurde vereinzelt bereits in der Vergangenheit in unterschiedlichen Ausstellungen des Landes präsentiert. Die meist großformatigen Exponate in Acryl- oder Ölfarben spiegeln auf imponierende Art Christians schöpferischen Umgang mit Farbe, Formen, Fantasie und Interpretation wider. Unscheinbare Dinge entfachen im Gebrauch verschiedener Stilrichtungen wie abstrakt, realistisch, figurativ oder gar formvollendet ihre Wirkung.

Vergängliche Dinge wirken wie eine Momentaufnahme, geistige Motive, natürliche Vorlagen und Launen der Natur, aber auch Menschen im Alltag und in emotionalen Situationen versetzen den Betrachter in eine neue, tiefgründigere perspektivische Sicht.

So lächelt etwa »Mona Lisa« mit etwas Mona und etwas Vincent van Gogh, das Bild »Ballettstunde« überzeugt in seiner feingeistigen Vollkommenheit mit figürlichem Tanz und spätestens beim Erblicken der »Eingeborenen mit Hochzeitsschmuck« gibt es kein Entrinnen mehr. Die Werke lassen viel Raum für eine fantasievolle Einkehr im Sehen, Spüren und Erleben.

Bei Interesse zur Besichtigung der Ausstellung bitten die Eheleute Christian um telefonische Terminabsprache unter 0 66 35/14 27. Bis Jahresende macht der Künstler den Zugang möglich, vornehmlich jedoch ausgerichtet auf die Nachmittagszeit.



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