Vogelsbergkreis

Freude über neues Löschfahrzeug

Mücke-Ruppertenrod (sf). Die Feuerwehr veranstaltete dieser Tage ihre Jahresversammlung wurde. Wehrführer und Vorsitzender Ulrich Kratz berichtete von rund 245 Mitgliedern in 2020. Das Vereinsleben lag im vergangenen Jahr wegen Corona auf Eis.
26. September 2021, 19:45 Uhr
Jutta Schuett-Frank
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Die Mitglieder der Feuerwehr Ruppertenrod hielten Rückblick, hier die Beförderten und Geehrten mit Feuerwehrleitung und Bürgermeister. FOTO: SF

Mücke-Ruppertenrod (sf). Die Feuerwehr veranstaltete dieser Tage ihre Jahresversammlung wurde. Wehrführer und Vorsitzender Ulrich Kratz berichtete von rund 245 Mitgliedern in 2020. Das Vereinsleben lag im vergangenen Jahr wegen Corona auf Eis.

Doch wurden aus Vereinsmitteln Flammenschutztücher für die Atemschutzgeräteträger, Jacken und Poloshirts für die Einsatzabteilung und Anoraks für die Jugendfeuerwehr angeschafft. Im Juni 2020 wurde das neue Löschfahrzeug in Gingen abgeholt. Das alte Fahrzeug wurde nach über 30 Jahren außer Dienst gestellt. Trotz der fehlenden Einnahmen auf Seiten des Vereins wurde den gewünschten Verpflichtungen nachgekommen. Ein Dank ging auch an die Spender, welche die Feuerwehr unterstützen.

Die aktuelle Einsatzabteilung besteht aus 29 Mitgliedern, so Wehrführer Ulrich Kratz. Er berichtete von Lehrgangsteilnahmen und zehn Einsätzen. Dazu zählten ein Kleinbrand in Ober-Ohmen und zweimal Rauchentwicklung in Ruppertenrod. Dazu kamen ein Waldbrand und fünf Hilfeleistungen.

Die Hydranten und Sinkkästen wurden unter der Leitung von Alfred Schlosser und einigen ehemaligen Aktiven geprüft und gereinigt. Für 20 Jahre erhielten Matthias Lein und für 30 Jahre Christian Horst die Anerkennungsprämie des Landes. Das Goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande für 40 Jahre aktiven Dienst wurde Ulrich Kratz überreicht. Matthias Lemke wurde zum Löschmeister und Tobias Hof, Benjamin und Christian Horst zum Brandmeister befördert.

Ein großes Dankeschön ging an die Arbeitsgruppe für die Beschaffung des Löschfahrzeug. Die Arbeit mit der Bambinigruppe der Feuerwehr liegt in den Händen von Julia Myska. Sie wird von der Jugendfeuerwehr unterstützt.

In der Jugendfeuerwehr sind zwölf Mitglieder und davon drei Mädchen, so Jugendwart Mark Seim. 2020 wurden erstmals in Weihnachtsbäume mit der Jugendfeuerwehr eingesammelt. Im Februar waren die Kids im Kino in Alsfeld und es wurden bis März sieben Übungen abgehalten.

Neue Ideen in der Corona-Zeit

Die Coronazeit wurde mit neuen Ideen ein wenig überbrückt. Ein Dankeschön ging an die Gemeindejugendwartin Michaela Wißner und ihr Team und an die Gemeinde, welche die Jugendfeuerwehr mit Shirts ausgestattet hat.

Rechnungsführer Klaus Schmidt legte die Zahlen offen. Erfreulich war, dass durch Spendengelder und Wettbewerbe 16 680 Euro eingegangen sind. Mit Eigenmitteln in Höhe von 20 196 Euro beteiligte sich die Feuerwehr an der Neuanschaffung des LF 10

Geehrt wurden: Für 25 Jahre René Schatke und Matthias Lemke (nicht anwesend)m für 50 Jahre Karl Burg, Hans Finkernagel und Horst Fischer.

Zu Ehrenmitgliedern wurden Hubertus Brunn, Berthold Kratz, Walter Kratz, Hartmut Myska, Alfred Schlosser und entschuldigt fehlten Kurt Burg, Manfred Mandl und Georg Potorschko. Janine Schindler wurde zur Feuerwehrfrau und Loris Plate zum Feuerwehrmann befördert.

Gemeindebrandinspektor Martin Schlosser sprach davon, dass Corona zwar den Übungsbetrieb eingestellt hat, aber die Einsätze nicht und es waren weit über 100. Auch in der Zeit, wo noch niemand geimpft war, »haben immer alle Feuerwehrleute ihren Einsatz gefahren«. Für das Hochwasser in Groß-Eichen und Ilsdorf waren Sandsäcke vorbereitet. Alle Ortsteilwehren sind mit eigenen Tauchpumpen ausgestattet und künftig soll ein Container stationiert werden, indem schon gefüllte Sandsäcke zum Abholen bereits liegen. Bürgermeister Andreas Sommer berichtete davon, dass sich auch die Gemeinde auf kommende Hochwasser vorbereitet. In Mücke sind die Brücken über die Bäche eine Problem, denn wie in Groß-Eichen setzt sich dort verstärkt das Segment ab. Es müssen Rückstauräume gebildet werden, verlandete Gräben befreit und zu kleine Durchlässe erneuert werden. Für die gesamte Gemeinde hat Sommer für alle Orte Fließpfadkarten angefordert. Auch das Reinigen der Sinkkästen ist eine Hochwasserschutzmaßnahme. Jürgen Mühlenbeck bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und er hofft, dass der Kats-Zug nicht für den Zivilschutz eingesetzt werden muss. Ortsvorsteher Loris Plate dankte ebenfalls.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/vogelsbergkreis/freude-ueber-neues-loeschfahrzeug;art74,754683

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