08. Juni 2022, 21:25 Uhr

Erinnerung ans »schweigende Klassenzimmer«

08. Juni 2022, 21:25 Uhr
Avatar_neutral
Aus der Redaktion

Einen besonderen Zeitzeugen lernten die Schüler der Albert-Schweitzer-Schule vor wenigen Jahren kennen. Sie beschäftigten sich mit dem Film »Das schweigende Klassenzimmer«. 2018 gedreht nach dem Roman von Dietrich Garstka, beschreibt er die Folgen, die eine Schweigeminute für die Opfer des Ungarischen Volksaufstandes 1956 für eine Abiturklasse in der DDR hatte. Am Ende wurden alle damaligen Abiturientinnen und Abiturienten vom Abitur ausgeschlossen. Sie verrieten sich gegenseitig nicht und ein großer Teil floh im Alter von etwa 18 Jahren in den Westen.

Karsten Köhler war damals Klassensprecher. Nachdem er im hessischen Bensheim aufgenommen wurde und dort sein Abitur abgelegt hatte, blieb er in Westdeutschland. Inzwischen lebt der 83-Jährige in Luckau. Es liegt ihm viel daran, dass seine Erfahrungen mit Diktatur, Willkür und Gewalt nicht in Vergessenheit geraten. Daher spricht er als Zeitzeuge mit Jugendlichen über die ereignisreichen Wochen in den Jahren 1956/57. So auch 2019 in der Albert-Schweitzer-Schule. Hieraus erwuchs eine intensive Zusammenarbeit, gespeist von den Eindrücken, die Köhler als Teil einer unglaublichen Geschichte greifbar machte. Er wird nicht müde, den Wert von Freiheit und Demokratie herauszustellen und dass man dafür kämpfen muss. Es entstand ein Film, der am Samstag, 11. Juni, um 11 Uhr im Lichtspielhaus in Lauterbach gezeigt wird. Karsten Köhler, Regisseur Maximilian Benesch und die mitwirkenden Schüler sind dabei. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Anmeldung untger Telefon 08 00/0 80 10 10. Am 11. Juni wird im Lichtspielhaus um 21 Uhr der Spielfilm »Das schweigende Klassenzimmer« gezeigt.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos