17. Februar 2022, 21:49 Uhr

Die Störche sind wieder da

17. Februar 2022, 21:49 Uhr
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Von Dieter Graulich
Auf Futtersuche sind die beiden Herbsteiner Störche. FOTO: AU

Herbstein (au). Das Herbsteiner Storchenpaar ist wieder komplett. Nachdem in der vergangenen Woche »Herr Adebar« eingetroffen war, kam am Dienstag auch dessen Partnerin an.

Die Herbsteiner »Storchenchronik« geht bis in den September 2011 zurück. Zu diesem Zeitpunkt machte ein junges Storchenpaar Rast in der Gemarkung Herbstein. Daraufhin entschloss sich die Vogel- und Naturschutzgruppe Herbstein im folgenden Jahr eine Storchenplattform aufzustellen. 2012 leider erfolglos. 2013 wurde das Aufstellen dieser Plattform zunächst belohnt: Über mehrere Wochen benutzte ein Storch die Plattform als Wohnung. Doch leider war seine Suche nach einer geeigneten Partnerin erfolglos und er zog weiter. Im April 2014 waren es dann gleich fünf Weißstörche, die an der Plattform Rast machten. Lautes Klappern war schon von Weitem zu hören, typisches Balzgehabe auf dem Horst zu sehen. Nachdem sich ein Paar gebildet hatte, verschwanden die anderen Störche wieder. Im Juni kam dann der erhoffte Nachwuchs. Im Jahr 2015 brütete erneut ein Weißstorchpaar und zog zwei Nachkömmlinge auf.

Im Jahre 2016 war der Horst wieder besetzt, das Brutgeschäft hatte auch begonnen, aber der ersehnte Nachwuchs blieb aus. Experten nennen das kalte und regnerische Frühjahr als Ursache.

Tendenz ist weiterhin steigend

In den nächsten beiden Jahren klappte es wieder mit dem Nachwuchs, und jeweils zwei Jungstörche zogen im Herbst etwa 14 Tage vor ihren Eltern gen Süden. 2019 und 2020 sowie auch in Vorjahr war sogar dreifacher Nachwuchs angesagt.

Damit sind bis jetzt 15 Jungstörche in der »Stadt auf dem Berge« geboren worden. Der Weißstorchen-Brutpaare-Bestand hat nach Auskunft der Arbeitsgruppe Weißstorchberingung Hessen gegenüber 2020 im Vorjahr um 21,5 Prozent zugenommen. Die Zahl der Brutpaare stieg um 179 auf insgesamt 1011. Im Vogelsbergkreis waren 15 Brutpaare aktiv. Mit einem Plus von sechs Brutpaaren und insgesamt 33 Jungstörchen ist auch hier die Tendenz steigend.



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