28. Juni 2022, 21:54 Uhr

»Das wird niemand verstehen«

28. Juni 2022, 21:54 Uhr
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Aus der Redaktion

Durch die Koalitionsmehrheit von CDU und SPD und gegen die Stimmen der Grünen und der FDP, wurde eine um 25 Prozent höhere Aufwandsentschädigung für Sitzungen im Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) beschlossen.

Grüne gegen mehr Entschädigungen

Der ZOV ist alleiniger Anteilseigner des OVAG-Konzerns. Die Vertreter des Gremiums werden von den gewählten Parteien der drei Kreise Gießen, Vogelsberg und Wetterau entsprechend ihrer politischen Mehrheiten in die Verbandsversammlung entsandt. Die Grünen halten diese drastische Erhöhung für absolut nicht vertretbar. Viele Menschen im Verbandsgebiet leiden laut Fraktionsvorsitzendem Dr. Udo Ornik unter der extrem hohen Inflation, die vor allem durch die stark gestiegenen Energiepreise getrieben wird. »Dass ausgerechnet die Mitglieder der Verbandsversammlung des mittelhessischen Energieversorgers sich die ohnehin hohe Aufwandsentschädigung erhöhen, wird niemand verstehen.«

Die Aufwandsentschädigungen sollen von aktuell 80 Euro plus Fahrtkosten pro Sitzung auf 100 Euro zuzüglich Fahrtkosten erhöht werden und zukünftig einen Inflationsausgleich beinhalten. »In den Kreis- und Kommunalparlamenten liegen die Entschädigungen ausnahmslos niedriger«, sagte Heike Roth, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Kritik an Koalition

»Dieses Vorgehen der Koalition von CDU und SPD ist in der aktuellen Situation das falsche Signal an unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger. Wir sollten lieber an allen Ecken und Enden sparen und jeden Cent in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren, damit wir unabhängiger von Energieimporten werden und gegen den Klimawandel vorgehen.«



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