Vogelsbergkreis

Bilanzsumme: 61,7 Millionen Euro

»Das Jahr 2021 war wieder ein bewegtes Jahr, das abermals durch die extreme Niedrigzinspolitik der EZB gezeichnet war, dennoch konnte sich die Volksbank Feldatal dank guter Einnahmen aus Vermietungen weiterhin gut am Markt behaupten«. Das waren die Erkenntnisse aus den Worten der Vorstandsmitglieder Stefan Wiederspahn und Günter Benda am Mittwochabend im Rahmen der Generalversammlung für das Jahr 2021 im Dorfgemeinschaftshaus Storndorf.
30. Juni 2022, 21:54 Uhr
Dieter Graulich
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Ziehen eine positive Bilanz: Dr. Wolfgang Hartmann, Aufsichtsratsvorsitzender (am Rednerpult), Erich Eckstein (stv. Aufsichtsratsvorsitzender), Stefan Wiederspahn und Günter Benda (beide Vorstand), Ditmar Gerhard und Roland Georg (beide Aufsichtsrat) und Karin Glatte (Prokuristin und Protokollantin, v. l.). FOTO: AU

»Das Jahr 2021 war wieder ein bewegtes Jahr, das abermals durch die extreme Niedrigzinspolitik der EZB gezeichnet war, dennoch konnte sich die Volksbank Feldatal dank guter Einnahmen aus Vermietungen weiterhin gut am Markt behaupten«. Das waren die Erkenntnisse aus den Worten der Vorstandsmitglieder Stefan Wiederspahn und Günter Benda am Mittwochabend im Rahmen der Generalversammlung für das Jahr 2021 im Dorfgemeinschaftshaus Storndorf.

Vorstandsmitglied Günter Benda erläuterte zunächst, dass die Bilanzsumme um 800 000 Euro, ein Plus von 1,3 Prozent, auf nunmehr 61,7 Millionen Euro gestiegen ist.

Das Kreditgeschäft verminderte sich zwar um 1,6 Millionen Euro auf nunmehr 19,3 Millionen Euro, was im Kern daran lag, das coronabedingt weniger Kredite nachgefragt wurden, und die Kunden verstärkt ihr Erspartes für Sondertilgungen nutzten, um ihre Verbindlichkeiten zu verringern. Der Verkauf eines Mehrfamilienhauses seitens eines vermögenden Privatkunden hatte bereits einen Anteil von einer Millionen Euro daran.

Die Kundeneinlagen hingegen stiegen exorbitant um sechs Millionen Euro auf nunmehr 40,5 Millionen Euro an. Der Zuwachs in Höhe von 17 Prozent sei auf die hervorragende Vertriebsleistung mit Neukundengewinnung zurückzuführen.

Benda erwähnte weiterhin, dass die Bonität des gesamten Kreditgeschäftes außerordentlich gut sei und diese weit über dem Durchschnitt vergleichbarer Banken liege. Es bestehe seit vielen Jahren kein einziger Kreditausfall.

Die Ertragslage der Bank sei aufgrund der Niedrigzinspolitik der europäischen Zentralbank weiterhin angespannt. Diese Problematik teile man aber mit vielen anderen Instituten.

Die Mieteinnahmen, die inzwischen größer seien als die Zinseinnahmen, machten etwa 1,1 Millionen Euro pro Jahr aus und bildeten somit auf Dauer den Grundstock für den Erhalt der Selbständigkeit der Bank. Das Eigenkapital der Bank konnte abermals deutlich auf nunmehr 6,0 Millionen Euro gesteigert werden. Durch den seit einigen Jahren extremen Anstieg der Immobilienpreise, vor allem in Ballungszentren, konnte die Bank erhebliche Vermögensreserven schaffen, die deutschlandweit überproportional hoch sind. Diese betragen aktuell 11,6 Millionen Euro.

Drei Prozent Dividende

Bei einem Jahresüberschuss von rund 449 000 Euro wird s nach Beschlussfassung durch deie Versammlung drei Prozent Dividende für die Mitglieder geben, und es werden 404 000 Euro in die Rücklagen überführt. Der verbleibende Rest werde auf neue Rechnung vorgetragen.

Vorstandsmitglied Stefan Wiederspahn ging in seiner Rede auf die immer noch anhaltende Corona-Krise, ihre wirtschaftspolitischen Folgen und die Entwicklung der Märkte ein.

Einen besonderen Schwerpunkt seiner Rede widmete er dem Russland/Ukraine-Krieg mit all seinen Folgen. Dabei erläuterte Wiederspahn sehr verständlich die Zusammenhänge zwischen Geldpolitik, Inflation, und wie sich das auf die Finanzmärkte, die Konjunktur und auf die private Altersvorsorge auswirke. Nach dem Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden, Dr. Wolfgang Hartmann, der auch die Generalversammlung leitete, und dem Bericht zu den Ergebnissen der gesetzlichen Prüfung wurde der Jahresabschluss einstimmig festgestellt. Ebenso wurde der Verwendung des Jahresüberschusses zugestimmt und Vorstand sowie Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet.

Anschließend wählte die Versammlung die turnusgemäß ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder, Dr. Wolfgang Hartmann sowie Ditmar Gerhard, einstimmig wieder für weitere drei Jahre in den Aufsichtsrat.

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