28. September 2022, 21:36 Uhr

Anlaufpunkt für Naturfreunde

28. September 2022, 21:36 Uhr
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Von Herbert Schott

Im Zuge des Flurbereinigungsverfahren Windhausen wurde ein Baum- und Naturlehrpfad mit Schutzhütte angelegt. Jetzt nach rund zwei Jahren wurde die Baumaßnahme vom Amt für Bodenmanagement abgenommen und an die Gemeinde als künftigen Eigentümer offiziell übergeben. Dazu traf man sich auf Einladung zur 22. Sitzung des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft (TG) an der neuen Schutzhütte im Galgenfeld an der Landestraße zwischen Kestrich und Windhausen in Höhe des Kestricher Friedhofs.

Bei einem kurzen Rundgang verschafften sich die Teilnehmer einen Überblick über die Maßnahme und Hubert Klaus erläuterte die Stationen. Bernhard Grimm vom Amt für Bodenmanagement ging auf den Werdegang der nun zum größten Teil fertiggestellten Maßnahme ein. Angeregt wurde die Maßnahme vom Kestricher Hubert Klaus. Die Idee war, einem breiten Publikum die Möglichkeit zum ortsnahen »Naturerleben« zu geben.

Durch die Präsentation sollen die Wuchs- und Fruchtformen der unterschiedlichen Gehölztypen Naturinteressierten nähergebracht werden. Weiterhin ist die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten gewünscht.

Zu Beginn der Anpflanzungen waren schon einige Gehölze vorhanden, die in die Planung des Baum- und Naturlehrpfades integriert werden konnten. Im Herbst 2020 wurden zunächst 37 Gehölze (darunter 28 Laubbäume, fünf Koniferen und vier Sträucher) neben dem vorhandenen Weg auf Grünland gepflanzt sowie eine Streuobstwiese angelegt.

Rundwanderweg ausbauen

2021 wurden Totholz- und Lesesteinhaufen sowie eine Blumenwiese angelegt und ein Insektenhotel aufgebaut. Außerdem wurden Namensschilder an den Bäumen und Gehölzen angebracht. Ergänzend zu den früheren Anpflanzungen erfolgten weitere Anpflanzungen durch Kerstin Wahl, die auch der Interessensgemeinschaft mit Rat- und Tat zur Seite steht.

Zwischenzeitlich hat der Gemeindebauhof eine von der TG gekaufte Schutzhütte und Sitzmöglichkeiten aufgestellt. Dieser Ort soll künftig als Treffpunkt für Führungen und als Rastmöglichkeit bei Wanderungen dienen. Insgesamt, so Bernhard Grimm, herrschte bei der ganzen Maßnahme ein großer Gemeinschaftssinn.

So wurden das Insektenhotel von Bernd Klaus aus Kestrich, die Nistkästen von Rudi Falk aus Groß-Felda und die Holzkonstruktionen für die Info- und Schautafeln von Thomas Stockmann aus Windhausen kostenlos erstellt.

Zwischenzeit wurden die Tafeln integriert und nun kann sich der Betrachter über die Projekte informieren. Die veranschlagten Kosten für die Maßnahme betragen rund 50 000 Euro, dafür gab es auch Fördergeld.

Danach waren die Teilnehmer noch zu einem kleinen Imbiss in der Schutzhütte eingeladen. Geplant ist, den Weg noch zu einem gut begehbaren Rundwanderweg auszubauen.



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