20. Mai 2022, 21:55 Uhr

300 neue Bäume für den »Abi-Wald«

20. Mai 2022, 21:55 Uhr
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Aus der Redaktion
Das Baumpflanzteam des Abi-Jahrgangs 2022. FOTO: HENRY SCHIER

Er wächst und wächst, der Abi-Wald der Albert-Schweitzer-Schule, den die Abiturientinnen und Abiturienten vor zwei Jahren im Wald bei Hattendorf neu angelegt haben. Damals ging es - vor dem Hintergrund von Lockdown und Abstandregeln - darum, nach dem Abitur eine gemeinsame Aktion ins Leben zu rufen.

Gleichzeitig sollte etwas Sinnvolles und Nachhaltiges entstehen. Eine gute Idee, die die Schule seitdem fortsetzt und gerne zur Tradition ausbauen möchte. Nachdem es im vergangenen Jahr keinen Abiturjahrgang gab und die Lehrerinnen und Lehrer diese Aufgabe übernommen hatten, griffen in diesem Jahr wieder die Schülerinnen und Schüler zu Spaten und Pflanzen. 40 Abiturientinnen und Abiturienten trafen sich vor wenigen Tagen zum gemeinsam Pflanzen mit Förster Tobias Behlen vom Forstamt Romrod in der Revierförsterei Alsfeld im Wald bei Hattendorf, um ihren Teil zum großen Ganzen beizutragen.

300 Bäume hatten sie in Abstimmung mit dem Forstexperten dabei: Baumhasel, Vogelkirsche und Wildapfel - Sorten, die für den Wald der Zukunft stehen und den sich verändernden Klimabedingungen besser anpassen können. Finanziert wurden die Setzlinge zu einem großen Teil von den Abiturientinnen und Abiturienten sowie deren Familien. Für die jungen Leute hat der Wald inzwischen eine große Bedeutung erreicht: »Erstens ist es eine schöne Erinnerung und bestimmt auch fördernd für die Gemeinschaft, wenn man in einigen Jahren das gemeinsam gepflanzte Waldstück betrachten kann«, so Schulsprecher Henry Schier, der ebenfalls in diesem Jahr zum Abitur-Jahrgang gehört. »Des Weiteren gibt es sehr viele Menschen in unserem Alter, welche gegen mangelnden Umweltschutz protestieren, dabei aber nichts aktiv für diesen tun. Im Gegensatz dazu wollten wir mit gutem Beispiel vorangehen und mit dem Pflanzen der Bäume unserer Umwelt etwas Gutes tun.«

Dass dabei auch etwas für die jungen Leute selbst abfällt, nämlich eine tolle Aktion in der Gemeinschaft und im Freien, und dass noch dazu ein erinnerungsträchtiger Ort für zukünftige Treffen geschaffen wird, ist umso schöner und gibt der Aktion einen richtigen Mehrwert.

Als nächstes stehen nun die restlichen Abiturprüfungen an und dann - so sieht es zumindest derzeit aus - kann es auch wieder einen richtigen Abi-Ball geben.



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