12. August 2022, 21:17 Uhr

Herderschüler zeigen Herz für die Ukraine

12. August 2022, 21:17 Uhr
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Aus der Redaktion
Wurden anfangs in der Herderschule nur Hygieneartikel gesammelt, werden nun auch Lebensmittel benötigt. FOTO: PM

Seit dem Aktionstag für die Ukraine am 16. März wurden an der Herderschule fleißig Päckchen gepackt. Durch die von zwei Zwölftklässlern, Silvan Becker und Abid Hossain, initiierte Aktion konnten bereits hunderte Pakete an die Hilfsorganisation GAiN in Gießen weitergeleitet werden.

Wurden anfangs nur Hygieneartikel gesammelt, werden jetzt auch Lebensmittel wie Haferflocken, Knäckebrot und Kräutersalz dringend für die vom Krieg geschädigten Menschen in der Ukraine benötigt. Die Idee dazu bekam Abid durch einen Spendenaufruf aus dem Radio. Daraufhin wollte er diese Idee an seiner eigenen Schule nach dem Vorbild von »Weihnachten im Schuhkarton« umsetzen. Die Päckchen wurden bis zum Schuljahresende in der Schule gesammelt und jeden Freitag von den beiden Schülern zu GAiN gebracht, deren Mitarbeiter sie in die Ukraine weitertransportieren.

»Die Nachrichten und Bilder aus der Ukraine haben mich sehr bewegt und ich hatte den Wunsch, irgendetwas für die Menschen, denen dieser schreckliche Krieg widerfährt, zu tun. Und als ich mit Abid darüber gesprochen habe und er sehr ähnliche Gedanken dazu hatte, hat sich sehr schnell die Idee einer Spendenaktion gebildet. Ich hatte einfach das Bedürfnis, diesmal nicht nur zuzuschauen, sondern irgendetwas für die Menschen zu tun«, erklärt Silvan Becker.

Manche Ethik- und Reli- gionskurse haben es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam ein Paket zu packen. »Damit können wir unsere Anteilnahme zum Ausdruck bringen und die Menschen in dieser schweren Situation unterstützen«, begründet Charlotte aus dem Jahrgang 11 ihr soziales Engagement.

»Unserer Religionslehrerin Frau Stoy war es wichtig, uns zu zeigen, dass wir alle ganz leicht und mit wenig Aufwand einen positiven Beitrag leisten können. Die Lebensmittel wurden mit der Packliste und einer großen Portion Hoffnung und Liebe im Paket verstaut«, beschreibt Lotta aus der 6. Klasse die Aktivitäten ihres Religionskurses. Klar sichtbar wurde dies dadurch, dass die Schüler die Pakete liebevoll verzierten und ein Foto einklebten, das die ukrainische Flagge - formiert durch die Schulgemeinde der Herderschule - zeigte.

Krieg nicht nur konsumieren

Auf die Frage, warum er sich an der Hilfsaktion beteilige, sagt Ninib aus der 7. Klasse: »Ich finde es superwichtig, anderen Menschen zu helfen, nicht nur in der Ukraine, wo gerade mein Fokus liegt, sondern auch in allgemein ärmeren Ländern. Ohne ein soziales Miteinander wären wir jetzt nicht hier, wo wir sind.«

Seine Mitschülerin Nela ergänzt: »Ich will den Menschen, die gerade unter dem Krieg leiden, helfen, ihnen zeigen, dass wir für sie da sind und ihnen zeigen, dass wir nicht nur den Krieg in den Medien verfolgen und nur an die Konsequenzen für uns denken. Durch diese Aktion wollen wir deutlich machen, dass wir uns nicht um die Industrie und Wirtschaft, sondern um die Menschen in der Ukraine sorgen.«



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