19. April 2022, 20:24 Uhr

Historische Kostüme im Schaufenster

19. April 2022, 20:24 Uhr
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Aus der Redaktion
Die Ausstellung in den Schaufenstern zeigt historische Kostüme im Stil des 16. bis 19. Jahrhunderts. FOTO: PM

- Mit dem Projekt »VielRAUM« geben die Stadt Marburg und das Stadtmarketing Künstlern und Initiativen die Möglichkeit, ein leer stehendes Ladenlokal für kurze Ausstellungszeiträume oder Workshops zu nutzen. Aktuell können Passanten in den Schaufenstern der Barfüßerstraße 48 historische Kostüme bewundern.

»In Marburg gibt es viele engagierte Bürger und Bürgerinnen, die ihr Wissen gerne mit anderen teilen, indem sie Workshops oder Mitmachaktionen anbieten«, sagt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. »Darüber hinaus beheimatet Marburg eine bunte Kulturlandschaft mit vielen kreativen Künstlern, denen die Stadt nun einen weiteren Raum zur Verfügung stellt, um ihre Werke zeigen und mit Interessierten ins Gespräch kommen zu können.«

Diesen neuen »VielRAUM« hat die städtische Quartiersmanagerin Nadine Kümmel zusammen mit dem Stadtmarketing und dem Fachdienst Kultur kurzfristig ins Leben gerufen. Als Erster nutzt derzeit der Marburger Björn Kleiner das Angebot, der aktuell seine selbst genähten, historischen Kostüme im Ladenlokal ausstellt. Passanten können sie im Schaufenster betrachten. »Die Kostüme sind ein echter Hingucker«, sagt Na- dine Kümmel, die ihren Schreibtisch im Oberstadtbüro schräg gegenüber hat. Anlässlich des Stadtjubiläums »Marburg800« werden einige Kleidungsstücke aus Renaissance, Barock, Rokoko, Empire und Gründerzeit gezeigt. Die Kostüme orientieren sich folglich an der Kleidung des 16. bis 19. Jahrhunderts. Dabei benötigt so ein Kleidungsstück zwischen drei Monaten und über einem Jahr, berichtet Aussteller Kleiner. Denn genäht wird abends oder am Wochenende - je nach Lust und Laune. Inspiriert durch seine Oma und Mutter, kam er schon als Teenager zu Handarbeiten. Die Vorliebe für historische Kostüme entwickelte er vor gut 20 Jahren, als er sich als Jugendlicher in der Schule mit verschiedenen Epochen näher beschäftigte.

»Mit diesem ›Experimentierraum‹ möchten wir Bürger wie Björn Kleiner dazu ermutigen, ihre Talente und Begabungen zu zeigen, beziehungsweise einen Raum anbieten, der kurzfristig kreativ genutzt werden kann«, so Nadine Kümmel. »Es ist denkbar, dass wir weitere Läden über das Landesförderprogramm ›Zukunft Innenstadt‹ als ›VielRAUM‹ anbieten werden, sollte das Konzept erfolgreich sein«, meint Daniela Maurer vom Stadtmarketing. So liegen bereits Anfragen von einer Zeichner-Gruppe und einer Theater-Performance-Gruppe vor. pm



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